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Schleifpapier-Körnung

Rubart Ratgeber

Welche Schleifpapier-Körnung für welche Arbeit? Tabelle, Schleifreihenfolge und praktische Beispiele

P80, P120, P180: Die Zahl auf dem Schleifpapier entscheidet, ob Sie Lack abtragen oder eine glatte Oberfläche schaffen. Hier sehen Sie auf einen Blick, welche Körnung Sie wann brauchen.

  • Körnungstabelle
  • Reihenfolge je Anwendung
  • Exzenter, Rutscher oder Delta?

Die Zahl auf der Rückseite des Schleifpapiers ist die Körnung. Die Regel ist einfach: Je höher die Zahl, desto feiner das Korn und desto glatter die Oberfläche. Das P vor der Zahl kennzeichnet flexible Schleifmittel wie Schleifpapier nach dem europäischen FEPA-Standard.

Die Körnungsskala auf einen Blick

  1. Grob P24 bis P60 Alte Farbe und Lack abtragen, Treppen und Parkett abschleifen
  2. Mittel P80 bis P120 Vorschliff von rohem Holz, Unebenheiten glätten
  3. Fein P150 bis P220 Endschliff vor Lack, Öl oder Lasur
  4. Sehr fein ab P240 Zwischenschliff zwischen Lackschichten, Mattieren

Richtwerte. Die passende Körnung hängt auch von Material, Maschine und Ausgangszustand ab. Zusammengestellt nach sanier.de, bau.de und der FEPA-Einteilung (Mikrokörnung ab P240).

Die richtige Reihenfolge je Anwendung

Geschliffen wird immer von grob nach fein. Wer mit zu feinem Papier anfängt, braucht deutlich länger und verbraucht mehr Schleifmittel.

  • Rohes Massivholz

    z. B. neues Möbelstück

    Reihenfolge
    P80 → P120 → P180
    Ziel
    Glatte Oberfläche, bereit für Lack
  • Holztreppe renovieren

    Kratzer und Abnutzung

    Reihenfolge
    P24 oder P36 → P40 → P80 → P120
    Zwischenschliff
    P240 bis P320 zwischen Lackschichten, bei Öl laut Herstellerangabe
  • Parkett und Dielen

    Boden abschleifen

    Start
    P36 oder P60, bei starkem Abtrag P24
    Abschluss
    P100 oder P120
  • Fenster und Türen

    Lack oder Lasur auffrischen

    Körnung
    P120 oder P150 zum Anschleifen
    Neuer Aufbau
    Alte Schicht vorher grob entfernen
  • Rost an Metall

    z. B. Geländer oder Gitter

    Rost entfernen
    P40 bis P80
    Vor dem Lackieren
    P120 bis P180
  • Spachtelstellen

    Wand, Decke oder Holz

    Grobe Überstände
    P80 bis P100
    Glätten
    P120 bis P180

Quellen für die Schleiffolgen: sanier.de (Holz), Bosch Schleif-Guide (Metall, Zwischenschliff), materialwissen.de (Metall, Spachtel) und bau.de (Zwischenschliff).

8 Regeln für ein sauberes Schleifbild

  1. Grob anfangen

    Starten Sie so grob wie nötig. Für Möbel und glatte Holzflächen genügt meist P80.

  2. Stufe für Stufe feiner

    Jede Stufe entfernt die Kratzer der vorherigen. Überspringen Sie höchstens eine Stufe, etwa P80, P120, P180.

  3. Mit der Maserung

    Von Hand und mit dem Rutscher immer in Faserrichtung schleifen. Quer dazu entstehen Kratzer.

  4. Staub entfernen

    Entfernen Sie den Schleifstaub vor jeder neuen Körnung, am besten mit Absaugung direkt an der Maschine.

  5. Bei Bedarf wässern

    Bei unbehandeltem Holz vor dem Endschliff leicht anfeuchten, trocknen lassen und fein nachschleifen. Das nimmt aufgestellte Fasern weg.

  6. Nicht zu fest drücken

    Mäßiger Anpressdruck bringt das beste Ergebnis. Zu starkes Drücken überlastet die Maschine.

  7. Papier rechtzeitig wechseln

    Zugesetztes Schleifpapier verliert an Schleifleistung. Wechseln Sie es, sobald es kaum noch abträgt.

  8. Kanten von Hand

    Für Rundungen, Kanten und Profile eignen sich Schleifschwamm oder Handschleifklotz.

Quellen für die Regeln: sanier.de, bau.de, Bosch Schleif-Guide, Festool-Bedienungsanleitung ETS 125 (Anpressdruck) und Festool-Schleifmittelfinder bei Rubart (Zusetzen).

Exzenter, Rutscher oder Delta?

Die Maschine entscheidet über Abtrag und Schleifbild. Für große Flächen ist der Exzenterschleifer die erste Wahl, für Kanten und Ecken der Rutscher oder der Deltaschleifer.

  • Exzenterschleifer

    Runder Schleifteller

    Bewegung
    Der Teller dreht sich und schwingt zugleich exzentrisch
    Stärken
    Deutlich mehr Abtrag als ein Schwingschleifer, weitgehend ohne Schleifkringel
    Grenzen
    Hat Schwierigkeiten in Ecken
  • Schwingschleifer (Rutscher)

    Rechteckige Schleifplatte

    Bewegung
    Die Platte schwingt in kleinen Kreisen
    Stärken
    Feinschliff, randnahes Schleifen entlang von Kanten
    Grenzen
    Weniger Abtrag, kann Kringel hinterlassen
  • Deltaschleifer

    Dreieckiger Schleifschuh

    Einsatz
    Ecken, Kanten und kleine Flächen
    Typisch
    Fensterrahmen entlacken, Profile schleifen

Quelle für den Maschinenvergleich: Wikipedia, Exzenterschleifer. Beachten Sie die Herstellerangaben zu Modell und Schleifhub.

Rubart Online · Produktwerbung

Schleifen mit Festool

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Passende Schleifmittel für Ihre Festool-Maschine finden Sie schnell im Festool-Schleifmittelfinder bei Rubart.

  • Festool Exzenterschleifer ETS 125 REQ

    Exzenterschleifer

    Festool ETS 125 REQ

    125 mm Teller, 2 mm Schleifhub, 250 W. Für Feinschliff und kleinere Flächen.

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  • Festool Rutscher RTS 400 REQ

    Rutscher

    Festool RTS 400 REQ

    Schleifschuh 80 × 130 mm, 2 mm Schleifhub. Für randnahes Schleifen.

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  • Festool Deltaschleifer DTS 400 REQ

    Deltaschleifer

    Festool DTS 400 REQ

    Für Ecken, Kanten und kleine Flächen, etwa Fensterrahmen.

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  • Festool Schleifmittel Granat D125 P120

    Schleifscheiben

    Festool Granat D125 P120, 10 Stück

    Für ETS 125, RO 125 und weitere 125-mm-Schleifer.

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Maßgeblich sind Preis, Verfügbarkeit und Lieferzeit auf der jeweiligen Produktseite. Zum Festool-Schleifmittelfinder und zu allen Festool-Exzenterschleifern.

Die 5 häufigsten Fehler

  • Zu fein angefangen: dauert länger und verbraucht mehr Schleifpapier.
  • Zu große Sprünge: die Kratzer der groben Körnung bleiben sichtbar.
  • Quer zur Maserung: erzeugt Kratzer, die nach dem Lackieren auffallen.
  • Staub liegen gelassen: lose Körner verkratzen die Fläche beim nächsten Gang.
  • Exzenter in der Ecke: der runde Teller erreicht Ecken kaum, dafür gibt es den Deltaschleifer.

Häufige Fragen

Welche Körnung brauche ich für Holz?

Für rohes Holz beginnen Sie mit P80 oder P120 und schleifen mit P150 bis P180 fertig. Bewährt hat sich die Folge P80, P120, P180.

Welche Körnung vor dem Lackieren?

Für den Endschliff vor Lack, Öl oder Lasur eignet sich eine feine Körnung um P180. Maßgeblich sind die Verarbeitungshinweise des jeweiligen Lack-, Öl- oder Lasurherstellers.

Welche Körnung für den Zwischenschliff bei Lack?

Meist P240 bis P320. Der Schliff raut die getrocknete Schicht leicht an, damit die nächste gut haftet. Ob ein Zwischenschliff nötig ist, steht in den Verarbeitungshinweisen des Herstellers.

Kann ich direkt mit feinem Schleifpapier beginnen?

Nur wenn die Oberfläche schon glatt und eben ist. Bei alten Anstrichen oder rauem Holz geht es mit grober Körnung deutlich schneller.

Was bedeutet das P auf dem Schleifpapier?

Das P kennzeichnet flexible Schleifmittel wie Schleifpapier nach dem europäischen FEPA-Standard. Je höher die Zahl, desto feiner das Korn.

Exzenterschleifer oder Schwingschleifer?

Für große Flächen und viel Abtrag ist der Exzenterschleifer besser. Der Schwingschleifer eignet sich für Feinschliff und für das Schleifen entlang von Kanten.

Sicherheitshinweise

Schleifstaub kann die Atemwege belasten. Arbeiten Sie möglichst mit Absaugung und tragen Sie eine Staubschutzmaske und eine Schutzbrille. Beim Abschleifen alter Anstriche ist besondere Vorsicht geboten, da ältere Farben Schadstoffe enthalten können. Beachten Sie die Bedienungsanleitung Ihrer Maschine.


Schleifpapier-Körnung: Tabelle und Bedeutung der P-Zahl

Schleifpapier-Körnungen im Überblick
Körnung Stufe Typische Anwendung
P24 bis P60 Grob Alte Farbe und Lack abtragen, Treppen und Parkett abschleifen
P80 bis P120 Mittel Vorschliff von rohem Holz, Unebenheiten glätten
P150 bis P220 Fein Endschliff vor Lack, Öl oder Lasur
ab P240 Sehr fein Zwischenschliff zwischen Lackschichten, Mattieren

Richtwerte. Die Grenze zwischen Makro- und Mikrokörnung ab P240 folgt der FEPA-Einteilung.

Was bedeutet die Zahl auf dem Schleifpapier?

Die P-Zahl ist eine genormte Körnungsklasse. Sie beschreibt, wie groß die Schleifkörner im Durchschnitt sind: Je höher die Zahl, desto feiner das Korn. Das P kennzeichnet flexible Schleifmittel wie Schleifpapier und Schleifscheiben nach dem Standard des europäischen Schleifmittelverbands FEPA, die Prüfverfahren sind in der ISO 6344 festgelegt.

Bis P220 spricht man von Makrokörnung. Ihre Korngröße wird mit Prüfsieben bestimmt, die Zahl orientiert sich hier an der Maschenzahl des Siebs. Ab P240 beginnt die Mikrokörnung, deren Korngröße durch Sedimentation ermittelt wird. Deshalb gilt Schleifpapier ab P240 als sehr fein. Zur Orientierung: P100 entspricht einer Korngröße von etwa 0,162 mm, P180 von etwa 0,082 mm.

Welches Schleifmittel für welches Material?

Neben der Körnung entscheidet die Schleifmittelqualität über das Ergebnis. Festool unterscheidet seine Schleifmittel nach Material: Rubin 2 ist für Hart- und Weichhölzer sowie Holzwerkstoffe gedacht, Granat universell für Grob- bis Feinschliff, vor allem für Lacke, Spachtel und Farben. Brillant 2 eignet sich für Farben, Lacke, Füller und Grundierungen. Saphir ist für groben Abtrag ausgelegt, etwa für Altlacke, ausgetretene Treppenstufen sowie zum Entgraten und Entrosten von Metall.

Korngrößen und Schleifmittel-Qualitäten laut Festool-Schleifmittelfinder bei Rubart.

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